Straubing

Die Innstädter können einfach nicht mehr gewinnen. Auch gegen den Vorletzten aus Straubing reichte es nicht zu einem Sieg, damit bleibt das Team von Coach Subasic seit dem 2:1 gegen Langquaid vom 19.09. ohne Dreier. Zwei Punkte aus sieben Spielen bedeutn, die Abstiegsregion ist nun endgültig erreicht und der Auftritt gegen die Gäubodenstädter macht wenig Hoffnung auf Besserung. Die Gründe für den Negativlauf sind in erster Linie den Verletzten zuzuschreiben. Für die Leistungsträger Dardan Gashi, David Lupse und Gülcan Gülcan ist seit einigen Wochen bereits Winterpause, die restlichen Kicker gehen teilweise angeschlagen in die Partie oder sind nach ihrer Verletzung noch nicht fit – Subasic ist da wirklich nicht zu beneiden. Aber auch beim Gegner aus Straubing herrscht akute Personalnot, weshalb die Truppe von Trainer Torsten Holm ebenfalls hinten feststeckt.

Zum Krisengipfel erschienen bei unfreundlichem Nebelwetter 100 Zuschauer. Die ersten 20 Minuten waren geprägt von Nervosität auf beiden Seiten. Viele Abspielfehler hüben wie drüben, richtige Torchancen ergaben sich nicht. Simbach übernahm nach der verhaltenen Anfangsphase die Kontrolle und einige schöne Kombinationen brachte die Heimelf mehrfach vors gegnerische Gehäuse. In der 26. Minute das mittlerweile verdiente 1:0: Fabian Auer schickte Adrian Feil auf die Reise und dessen Querpass drückte Bastian Damböck aus kurzer Distanz über die Linie. Die Gäste waren nun von der Rolle und der ASCK hätte in dieser Phase nachlegen können, ja müssen. So entschärfte ein Abwehrbein für den bereits geschlagenen Keeper Kister einen Feil-Abschluss in höchster Not (36.). Kurz zuvor hatte die Heimelf aber Glück, als Schiedsrichterin Kilger nach einem Foul im Strafraum nicht auf Elfmeter entschied. In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit ergaben sich für beide Mannschaften noch Möglichkeiten, aber letztlich fehlte es an Präzision.

Im zweiten Abschnitt wurde das Niveau der Begegnung immer schlechter. Der ASCK erlaubte sich haarsträubende Abspielfehler, gefühlt jeder zweite Ball landete beim Gegner. Straubing nutzte dies aber nicht aus. Sie waren durchaus spielbestimmend, kamen zwar immer in Tornähe, aber die sich bietenden Abschlüsse landeten im Nirgendwo. Die Innstädter zeigten eine indiskutable Vorstellung und konnten sich keinerlei Torchancen erspielen. Da war es auch wenig verwunderlich, dass die offensiv harmlosen Gäste 20 Minuten vor Schluss zum verdienten 1:1 ausglichen. Florian Folger setzte sich im Strafraum ohne Probleme gegen zwei Simbacher durch und schlenzte das Leder unhaltbar für TW Markus Forst ins lange Eck.

Der Gegentreffer erweckte den ASCK nun aus dem Tiefschlaf und in den letzten zehn Minuten entwickelte sich ein regelrechter Schlagabtausch. TW Kister bewahrte Straubing zweimal vor dem Rückstand, als er im eins gegen eins jeweils die Oberhand behielt, in Minute 85 scheiterte Haris Sistek, eine Minute später Adrian Feil. Auf der anderen Seite glänzte Markus Forst gegen Bleron Dobruna. Eben dieser Spieler hatte in der letzten Sekunde der dreiminütigen Nachspielzeit den Siegtreffer auf dem Fuß: Völlig freistehend aus acht Metern traf er das Spielgerät nicht richtig und den Kullerball nahm der Simbacher Torwart dankend auf. Danach pfiff Josefa Kilger den unansehnlichen Kick ab, das 1:1 ist ein gerechtes Ergebnis, denn einen Sieger hatte die Partie nicht verdient.

Muhamed Subasic: „Nach dem verdienten 1:0 verpassen wir es, weiter Druck zu machen. In der zweiten Halbzeit mussten wir verletzungsbedingt wechseln, was zur Folge hatte, dass wir nicht mehr die gleiche Leistung bringen konnten. Eigentlich hatten wir das Spiel unter Kontrolle, doch dann ermöglichen wir Straubing durch einen individuellen Fehler den Ausgleich. Meiner Meinung nach hätten wir den Sieg verdient gehabt. Die nächsten zwei Begegnungen werden nun besonders schwierig, aber wir werden unser Bestes geben.“

Andreas Schreiner